Gebete

In Angst und Sorgen dürfen wir uns immer an Gott wenden.

Grundgebete und allgemeine Information über das Gebet finden Sie >>HIER.

Bei Krankheit

Guter Gott,

ein neuer Tag liegt vor mir.

Schenke mir Kraft und Geduld,

wenn meine Kräfte schwinden.

Sprich mir Mut zu durch dein Wort

und halte mich, wenn Schmerzen kommen

und ich den Halt verliere.

Lass mich annehmen,

was mir heute begegnet,

und erkenne das Gute,

das mir Menschen erweisen.

Du bist mir Vater und Mutter,

dir vertraue ich mein Leben an.

 

A.Burden/unsplash
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Vor einer Operation

Mein Gott,
jetzt steht ein schwerer Schritt bevor.
Ich gebe mich in die Hände der Ärztinnen und Ärzte
und vertraue darauf, dass du auch in ihren Händen wirkst.

In mir ist Unruhe, vielleicht auch Angst.
So vieles ist ungewiss,
und ich weiß nicht, wie es weitergeht.
Aber ich will mich dir anvertrauen –
mit meinem Körper, meinem Denken, meinem Fühlen.

Sei du bei mir in dieser Stunde,
gib mir Ruhe und Zuversicht.
Umgib die Menschen, die mich behandeln,
mit deiner Weisheit und deinem Segen.

Und wenn ich wieder aufwache,
lass mich spüren:
Du hast mich getragen –
durch alles hindurch.

Amen.

D.Olah/unsplash
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Gebet eines Krebskranken

Mein Leben ist durcheinander.

Die Nachricht, dass ich Krebs habe,

hat mich wie ein Blitzschlag getroffen.

Manchmal glaube ich,

dass mir der Boden unter den Füßen weggezogen wurde.

Auch Todesangst schleicht sich in mein Leben ein.

Ich möchte noch gerne länger leben.

Ich bitte dich, hilf mit,

dass ich den Krebs besiegen kann.

Erhalte mir die Lebensfreude

und heile auch meine verwundete Seele.

Wie immer mein Weg weitergeht,

lass mich deine Nähe und Liebe spüren.

Ich weiß, dass ich in deiner Hand geborgen bin –

selbst im Tod.

Du bist meine Hoffnung und mein Licht

im Dunkel meines Lebens.

Amen.

 

Nach einer Diagnose

Gott,
mein Leben ist aus dem Gleichgewicht geraten.
Die Diagnose hat mich getroffen wie ein Blitz –
alles, was sicher schien, ist ins Wanken gekommen.

Ich spüre Angst und Unsicherheit,
manchmal auch die Sorge um das,
was noch vor mir liegt.

Doch mitten in all dem bitte ich dich:
Bleib bei mir.
Gib mir Kraft für jeden Tag
und Vertrauen in das, was möglich ist.

Hilf mir, das Leben zu spüren,
trotz Schmerz und Erschöpfung.
Heile, was verwundet ist –
in meinem Körper und in meiner Seele.

Wie immer mein Weg weitergeht,
lass mich spüren, dass ich in deiner Hand bin.
Du bist meine Hoffnung, mein Licht
im Dunkel dieser Zeit.

Amen.

mor shani/unsplash
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Gebetsrufe

Herr, erbarme dich!

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Mein Gott, ich hoffe auf dich.

Herr, bleibe bei uns!

 

Gebet am Abend

Mein Schöpfer, ich komme zu dir,

um für alles zu danken.

Mein Denken und Tun war von dir begleitet.

Meine Sorge und Schuld war von dir umfangen.

Begleite und umfange mich durch die Nacht hindurch,

bis der Morgen anbricht. 

M.Nascimento/unsplash
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Gebet von Pierre Olivaint

Wachse, Jesus, wachse in mir –

in meinem Geist, in meinem Herzen,

in meiner Vorstellung und in meinen Sinnen.

Wachse in mir in deiner Milde, in deiner Reinheit,

in deiner Demut, deinem Eifer, deiner Liebe.

Wachse in mir mit deiner Gnade,

deinem Licht und deinem Frieden.

Wachse in mir zur Verherrlichung deines Vaters,

zur größeren Ehre Gottes.

Amen.

R.Freimanis/unplash
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Gebet von Aurelius Augustinus

Herr, gib mir helle Augen,

die Schönheit der Welt zu sehen.

Herr, gib mir feine Ohren,

dein Rufen zu verstehen.

Und weiche, linde Hände

für aller Menschen Leid,

und klare Gottesworte

für unsere wirre Zeit.

Herr, gib mir flinke Füße

zu meiner Arbeitsstatt

und eine stille Seele,

die deinen Frieden hat. 

 

Vertrauen

Ich weiß nicht, was morgen ist,

aber ich weiß, dass du da bist.

Und das genügt.

 

Wenn alles zuviel wird

Gott,

ich kann gerade nichts mehr tragen.

Nimm du für eine Weile

meine Sorgen in deine Hand.

Gebet eines chinesischen Christen

Herr, erwecke deine Kirche – und fange bei mir an!

Herr, baue deine Gemeinde – und fange bei mir an!

Herr, lass Frieden überall auf Erden kommen – und fange bei mir an!

Herr, bring deine Liebe und Wahrheit zu allen Menschen – und fange bei mir an!

 

Gebet von Teresa von Ávila

Nichts soll dich verwirren,

nichts dich erschrecken.

Alles geht vorbei.

Gott allein bleibt derselbe.

Die Geduld erreicht alles.

Wer Gott hat, dem fehlt nichts.

 Gott allein genügt.

M.Spiske/unsplash
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Hoffnung im Krankenhaus

Manchmal genügt ein Atemzug,

ein stilles Gebet,

ein freundlicher Blick,

ein nettes Gespräch.

Und die Schwere des Tages wird ein wenig leichter.

L.Trochez/unsplash
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Gebet für Angehörige

Gott, der du uns Vater und Mutter bist,
ich sorge mich um einen Menschen, der mir wichtig ist.
Ich möchte helfen, trösten, stark sein –
doch manchmal bin ich selbst müde und leer.

Schenke mir Geduld,
wenn ich nicht weiß, was richtig ist.
Schenke mir Hoffnung,
wenn mich die Angst lähmt.
Und schenke mir Vertrauen,
dass du diesen Menschen hältst,
auch dort, wo ich ihn nicht erreichen kann.

Lass mich spüren,
dass wir beide in deiner Liebe geborgen sind.

Amen. 

R.Moura/unsplash
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Gebet für Ärztinnen, Ärzte und Pflegende

Gott,
du hast uns die Fähigkeit geschenkt, zu heilen und zu lindern.
Ich bitte dich für alle,
die Verantwortung für andere tragen.

Gib ihnen Ruhe,
wenn sie Entscheidungen treffen müssen,
Klarheit, wenn Unsicherheit bleibt,
und Mitgefühl,
das stärker ist als Routine.

Schenke ihnen Momente des Friedens
inmitten von Hektik und Leid,
und erinnere sie daran,
dass sie Werkzeuge deiner Liebe sind.

Amen.

M.Zilles/unsplash
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Gebet in Sorge um einen kranken Menschen

Göttliche Kraft,
du weißt, wie schwer es ist zuzusehen
und nichts tun zu können.
Ich bringe dir meine Sorge und meine Liebe,
meine Ungeduld und meine Tränen.

Halte du den Menschen, den ich liebe,
in deiner Güte und deinem Licht.
Und halte auch mich –
damit ich Kraft behalte,
Trost geben kann
und nicht den Mut verliere.

Amen.

R.Watson/unsplash
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Gebet für Pflegekräfte

Gott,
du kennst die Hände, die tragen,
was andere nicht mehr halten können.
Du siehst die Müdigkeit,
die hinter einem Lächeln steht.

Segne alle, die pflegen,
die zuhören, trösten, waschen, verbinden.
Gib ihnen Geduld,
wenn der Tag zu lang wird,
und ein Herz, das spürt,
wann Stille wichtiger ist als Worte.

Lass sie Kraft schöpfen aus deiner Nähe
und spüren, dass ihre Arbeit Segen bringt.

Amen.


F.Giusti/Unsplash
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Die sieben Werke der Barmherzigkeit

Die sieben biblischen Werke der Barmherzigkeit wurden von Bischof Wanke aus Erfurt neu formuliert.

 1. Einem Menschen sagen: Du gehörst dazu. 

Was unsere Gesellschaft oft kalt und unbarmherzig macht, ist die Tatsache, dass in ihr Menschen an den Rand gedrückt werden: die Arbeitslosen, die Ungeborenen, die psychisch Kranken, die Ausländer usw. Das Signal, auf welche Weise auch immer ausgesendet: „Du bist kein Außenseiter!“ „Du gehörst zu uns!“.

2. Ich höre dir zu. 

Eine oft gehörte und geäußerte Bitte lautet: „Hab doch einmal etwas Zeit für mich!“; „Ich bin so allein!“; „Niemand hört mir zu!“ In der Hektik des modernen Lebens fehlt uns - oft gegen unseren Willen - die Zeit, einem anderen einfache einmal zuzuhören. Zeit haben, zuhören können ist ein Werk der Barmherzigkeit gerade im Zeitalter hochmoderner Kommunikation.

3. Ich rede gut über dich. 

Jeder hat das schon selbst erfahren: In einem Gespräch, einer Sitzung, einer Besprechung – da gibt es Leute, die zunächst einmal das Gute und Positive am anderen, an einem Sachverhalt, an einer Herausforderung sehen. Natürlich: Man muss auch manchmal den Finger in Wunden legen und  Kritik üben und Widerstand anmelden. Was heute freilich oft fehlt, ist die Hochschätzung des anderen, ein grundsätzliches Wohlwollen für ihn und seine Anliegen und die Achtung seiner Person. Gut (oder nicht schlecht) über andere zu reden ist ein Werk der Barmherzigkeit.

4. Ich gehe ein Stück mit dir. 

Vielen ist mit einem guten Rat allein nicht geholfen. Es bedarf in der komplizierten Welt von heute oft einer Anfangshilfe, gleichsam eines Mitgehens der ersten Schritte. Das Signal dieses Werkes der Barmherzigkeit lautet: „Du schaffst das! Komm, ich helfe dir beim Anfangen!“ Neben sozialer Hilfestellung geht es auch um Menschen, bei denen der Wunsch da ist, Gott zu suchen. Sie brauchen jemanden, der ihnen Rede und Antwort steht und sie ein Stück des Weges begleitet.

5. Ich teile mit dir. 

Es wird auch in Zukunft keine vollkommene Gerechtigkeit auf Erden geben. Es braucht Hilfe für jene, die sich selbst nicht helfen können. Das Teilen von Geld und Gaben, von Möglichkeiten und Chancen ist notwendend. Angesichts der Anonymität vieler in der Stadt, im Dorf, gewinnt der Spruch "Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude!" besondere Aktualität.

6. Ich besuche dich. 

Meine Erfahrung ist: Den anderen in seinem Zuhause aufsuchen ist besser, als darauf warten, dass er zu mir kommt. Der Besuch schafft Gemeinschaft. Er holt den anderen dort ab, wo er sich sicher und stark fühlt. Lassen wir die Besuchskultur nicht abreißen. Gehen wir auf jene zu, die nicht zu uns gehören. Sie gehören Gott, das sollte uns genügen.

7. Ich bete für dich. 

Wer für andere betet, schaut auf sie mit anderen Augen. Er begegnet ihnen anders. Auch Nichtchristen sind dankbar, wenn für sie gebetet wird. Ein Ort in der Stadt, im Dorf, wo regelmäßig und stellvertretend alle Bewohner in das fürbittende Gebet eingeschlossen werden, die Lebenden und die Toten, das ist ein Segen. Sag es als Mutter, als Vater deinem Kind, deinem Enkelkind: Ich bete für dich! Tun wir es füreinander, gerade dort, wo es Spannungen gibt, wo Beziehungen brüchig werden, wo Worte nichts mehr ausrichten. Gottes Barmherzigkeit ist größer als unsere Ratlosigkeit und Trauer.